Gartenteich

Gartenchronik

Tagebuch zweier Kleingärtner

Anzucht unter Pflanzenlampe

Bisher ist uns das Vorziehen von Tomate, Paprika und Co. immer mäßig gelungen. Entweder war es zu kalt, zu dunkel oder die „Erde“ war nicht dafür geeignet. Deshalb haben wir in diesem Jahr einen anderen Weg eingeschlagen.

Selbst zusammengestellte Anzuchtstation (Aufnahme vom 6. Februar 2026)
Selbst zusammengestellte Anzuchtstation
(Aufnahme vom 6. Februar 2026)

Im Baumarkt haben wir uns „Minigewächshäuser“ sowie Anzuchterde besorgt und übers Internet eine Anzuchtlampe bestellt. Diese Kombination hat bei uns Zuhause im Hauswirtschaftsraum ihren Platz gefunden. Dort gibt es zwar kein Tageslicht, dafür ist es dort aber immer schön warm.

Blumenkohl, Brokkoli, Tomate und Paprika sind ausgesät (Foto vom 7. Februar 2026)
Blumenkohl, Brokkoli, Tomate und Paprika sind ausgesät
(Foto vom 7. Februar 2026)

Was uns bisher immer von Pflanzenlampen abgeschreckt hat, war der Stromverbrauch. Eine vernünftige Lampe zieht immerhin mindestens 70 Watt (so wie unsere). Da wir uns in diesem Jahr aber für eine Solaranlage für unser Eigenheim entschieden haben, tangieren uns die Stromkosten mittlerweile nicht mehr sonderlich.

Die Pflanzenlampe erzeugt auch ordentlich Wärme, wie unschwer an der beschlagenen Plastikabdeckung zu erkennen (Foto vom 16. Februar 2026)
Die Pflanzenlampe erzeugt auch ordentlich Wärme, wie unschwer an der beschlagenen Plastikabdeckung zu erkennen
(Foto vom 16. Februar 2026)

Die „Konfiguration“ für den Start ist folgende:

  • Beleuchtungsdauer: 12 Stunden pro Tag
  • Abstand der Pflanzenlampe: ca. 25 cm

Bereits nach wenigen Tagen beginnen die ersten Pflänzchen zu keimen.

Die ersten Brokkoli- und Blumenkohlpflänzchen haben das Licht der Welt erblickt (Aufnahme vom 16.02.2026)
Die ersten Brokkoli- und Blumenkohlpflänzchen haben das Licht der Welt erblickt
(Aufnahme vom 16.02.2026)

Wir waren überrascht wie schnell das ging. In den vergangenen Jahren hat das alles wesentlich länger gedauert. Brokkoli und Blumenkohl brauchten neun Tage bis zur Keimung und die Tomatenpflänzchen 17 Tage.

Nun zeigen sich auch die ersten Tomaten. (Foto vom 24.02.2026)
Nun zeigen sich auch die ersten Tomaten.
(Foto vom 24.02.2026)

Allerdings gab es einen ordentlichen Dämpfer, der uns wieder Wochen zurückgeworfen hat: Die Keimblätter vertrockneten bzw. kringelten sich ein.

Verbrannte Blattspitzen, halb eingerollte Keimblätter. Das war wohl nix (Aufnahme vom 15.03.2026)
Verbrannte Blattspitzen, halb eingerollte Keimblätter. Das war wohl nix (Aufnahme vom 15.03.2026)

Wir dachten, es würde an der zu niedrig hängenden Pflanzenlampe liegen und haben die Distanz zwischen Pflänzchen und Lampe vergrößert. Doch auch das brachte keine Besserung. Deshalb entschieden wir uns dafür noch einmal komplett bei Null anzufangen.

Die Pflanzen haben das Wachstum eingestellt. (Aufnahme vom 15.03.2026)
Die Pflanzen haben das Wachstum eingestellt.
(Aufnahme vom 15.03.2026)

Die kleinen Pflänzchen wurden gezupft und dabei stellten wir fest, dass die Erde knochentrocken war. Lediglich die Oberfläche war leicht angefeuchtet…und das, obwohl alle zwei Tage gegossen wurde. Fehler gefunden?

Alles zurück auf "Los". Neue Erde, neue Aussaat und dieses Mal hoffentlich etwas mehr Erfolg (Foto vom 15.03.2026)
Alles zurück auf „Los“. Neue Erde, neue Aussaat und dieses Mal hoffentlich etwas mehr Erfolg
(Foto vom 15.03.2026)

Also nochmal alles von vorn. Dieses mal mit folgenden „Einstellungen“:

  • Beleuchtungsdauer: 15 Stunden
  • Abstand der Pflanzenlampe: ca. 40 cm

Am Gießintervall wurde nichts verändert. Und siehe da: Keine Verbrennungen, nichts ist mehr vertrocknet und alles wuchs, wie es sollte.

Allerdings mussten die Keimlinge noch einmal umziehen und so erhielten sie einen wesentlich schöneren Platz als vorher.

Neuer Platz für die Pflänzchen und bessere Bedingungen. Dieses Mal sieht es gar nicht so schlecht aus. (Foto vom 05.04.2026)
Neuer Platz für die Pflänzchen und bessere Bedingungen. Dieses Mal sieht es gar nicht so schlecht aus.
(Foto vom 05.04.2026)

Allerdings haben auch hier irgendwann die Pflanzen das Wachstum eingestellt. Wir vermuten, dass es an der „zu lockeren“ Anzuchterde lag. Wir werden beobachten, wie sich das Gemüse nach dem Umzug ins große Gewächshaus entwickelt und halten euch auf dem Laufenden.

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