Ein nicht ganz „normaler“ Winter 2025/2026 geht langsam zu Ende und hat unverkennbar seine Spuren hinterlassen. Ein kleiner Klima-Rückblick, kombiniert mit aktuellen Bildern aus unserem Kleingarten.

(Foto vom 3.1.2026)
In den Medien ist zu lesen, dass der Winter „milder“ war als im langjährigen Mittel. Diese Aussage können wir ganz und gar nicht unterschreiben, wenn wir unsere selbst erfassten Messwerte den Klima-Referenzwerten 1991 – 2020 gegenüberstellen:
| Monat | Temperatur (⌀) | Abweichung |
|---|---|---|
| Dezember 2025 | 2,7°C | +1,0°C |
| Januar 2026 | -2,9°C | -4,0°C |
| Februar 2026 | 0,0°C | -1,1°C |
Abgesehen vom Dezember 2025, der mit 2,7°C überdurchschnittlich „warm“ war, lagen die Durchschnittstemperaturen in den Monaten Januar und Februar 2026 teilweise weit unter dem langjährigen Mittel.

Abgesehen von den milden Tagen im Dezember, Anfang und Mitte Januar, gab es fast durchweg Dauerfrost. Erst im Februar taute es wieder etwas auf bevor es dann Mitte des Monats noch einmal mit den Temperaturen deutlich in den Keller ging.

Das Eis in unserem Gartenteich war teilweise 40 Zentimeter dick. Hinzu kamen immer wieder Niederschläge in Form von Schnee, Regen oder Eisregen.
Als es dann im letzten Februar-Monatsdrittel nachhaltig wärmer wurde, haben wir im Garten mal nach dem Rechten geschaut. Uns erwartete die Barnimer Seenplatte.

Durch den tiefgefrorenen Boden stand das Wasser auf den Wiesen, Wegen und Beeten. Hier hieß es „Betreten auf eigene Gefahr!“.

Nur über Umwege konnten wir sämtliche Stellen des Gartens erreichen. Zum Glück hatten wir entlang des Gewächshauses einen etwas höher gelegenen Weg angelegt. So konnten wir halbwegs trockenen Fußes auch die hinteren Ecken inspizieren.

Bereits von Weitem sahen wir schon, dass der Wasserstand des Teiches eine ungewöhnliche Höhe erreicht hatte. Bei näherer Betrachtung zeigte sich folgendes Bild:

Durch den ständigen Wechsel von „Frieren“ und „Tauen“, in Kombination mit Niederschlägen, war dieser bis zur Oberkante gefüllt – unabhängig davon, dass der Teich in den Flachstellen bis zum Grund gefroren war.

Vorgenannter Wechsel sorgte ebenfalls dafür, dass unsere Plastikente zur Hälfte abgesoffen ist. Aber sie wird schon wieder auftauchen, wenn das Eis schmilzt und sie wieder freigibt.

Ein Blick ins Gewächshaus ließ uns tatsächlich etwas staunen. Selbst dort war der Boden gefroren, wodurch sich das von außen eindringende Wasser dort sammelte.

Es war schon ein etwas ungewöhnlicher Winter – wenn auch lange nicht rekordverdächtig. Nun wird es aber auch Zeit, dass der Frühling langsam Einzug hält und wir dann endlich wieder im Garten tätig werden können.
