Ein sehr warmer Sommertag geht zu Ende. Vögel und Frösche haben schon vor Wochen ihren (Balz-) Gesang eingestellt und von den Nachbarn ist gefühlt auch niemand da. Es herrscht unheimliche Stille.
Plötzlich ein Geräusch. Irgendetwas oder irgendjemand ist da in der Einfahrt. Gedanken wie „Habe ich das Tor geschlossen?“, „Hat sich da jemand aufs Grundstück geschlichen?“ schießen einem sofort durch den Kopf. Also rein Taschenlampe holen und nachgucken.
Weg und Einfahrt ausgeleuchtet – nichts. Es raschelt auch nichts mehr. Selbst hinterm Bungalow ist die Welt in Ordnung. „Wer weiß was das war“, denke ich mir und schleich mich wieder zurück zur Terrasse. Plötzlich sitzt da etwas mitten im Beet:

Der Schreck ist groß und der kleine stachelige Freund erstarrt. „Mist! Wurde ich doch entdeckt!“ wird er sich in seiner Sprache denken.
„Da du mir so einen Schrecken eingejagt hast, musst du nun dran glauben“ denke ich so bei mir und pirsche mich noch näher an den Igel ran, um ein besseres Foto machen zu können.

Da ich nun weiß, wer mich hier völlig aus der Fassung gebracht hat, kann nun jeder wieder den Dingen nachgehen, die er vorher gemacht hat. Ich gehe wieder zurück auf die Terrasse und der Igel zieht weiter seine Kreise durch den Garten.
[Ein paar Minuten später]
„Ach…guckste nochmal, was der Igel macht.“. Was soll ich sagen? Weit ist er nicht gekommen:

Nun sollen sich aber endgültig unsere Wege trennen. Mach’s gut, kleiner Igelfreund.
