Gartenteich

Gartenchronik

Tagebuch zweier Kleingärtner

Tierisches 2025

Auch in diesem Jahr flog, kroch, rannte und krabbelte wieder jede Menge Viehzeug durch unseren Garten. Einige von diesen Tierchen haben wir erwischt, andere wiederum nicht.

Schnecken, jede Menge Schnecken gab es in diesem Jahr. Nicht nur die lästigen (braunen) Spanischen Wegschnecken, sondern auch einige von dem folgenden Expemplar:

Tigerschnecke kriecht über den Terrassenboden (Aufnahme vom 03.05.2025)
Tigerschnecke kriecht über den Terrassenboden
(Aufnahme vom 03.05.2025)

Man brauchte nicht groß auf die Suche gehen. Sie setzten sich perfekt in Szene und man musste aufpassen, dass man nicht auf ihnen auf der Terrasse ausrutschte.

Dann gab es noch die kleinen frechen – wie soll ich sagen? Allesfresser? Marder, Wiesel und Co. fühlen sich bei uns in der Kleingartenecke ebenfalls sehr wohl. Auch der eine oder andere Waschbär wurde schon gesichtet. Wer von diesen „Ungetümen“ allerdings meinen Schuh ins Beet geschleppt hat, wird man wohl nie herausfinden.

Kein Tier, sondern ein Schuh mitten im Beet (Foto vom 24.05.2025)
Kein Tier, sondern ein Schuh mitten im Beet
(Foto vom 24.05.2025)

Wie bereits weiter oben geschrieben: Nach den Tigerschnecken brauchte man nicht suchen. Sie setzten sich einem direkt vor die Nase.

Tigerschnecke auf dem Terrassentisch (Foto vom 07.06.2025)
Tigerschnecke auf dem Terrassentisch
(Foto vom 07.06.2025)

Doch weg von dem schleimigen Wesen – nun wird es etwas grüner.
Am Abend des 18. Juni bin ich aufgeschreckt weil ich dachte „Nee, nicht schon wieder ne Spinne“. Handy-Taschenlampe eingeschaltet und siehe da: Doch keine Spinne. Ein Grashüpfer hatte sich zu mir auf die Terrasse verirrt.

Grashüpfer auf Sitzpolster (Aufnahme vom 18.06.2025)
Grashüpfer auf Sitzpolster
(Aufnahme vom 18.06.2025)

In diesem Jahr gab es eine Besonderheit bei uns. Direkt im an der Terrasse gelegenen Blauregen hatte sich ein Amselpärchen ein Nest gebaut. Es wurde fleißig gebrütet und die Altvögel haben sich durch uns nicht stören lassen.

Irgendwann guckten kleine Schnäbelchen aus dem Nest, als Mama- und Papa-Amsel mit einem Schnabel voller Köstlichkeiten am Nest waren. Wir Zweibeiner mussten aufpassen von den gefiederten Nachbarn nicht übern Haufen geflogen zu werden.

Doch eines Morgens wurde ich durch das „Gemecker“ der Amseln geweckt. Ich dachte mir nichts weiter dabei, denn sowas kommt hier bei uns öfters vor. Allerdings war an diesem Tag etwas anders: Kein reger Flugbetrieb mehr. Das Amselmännchen saß im Blauregen und guckte permanent ins Nest.

Traurige Gewissheit: Das Amselnest wurde geplündert (Foto vom 04.07.2025)
Traurige Gewissheit: Das Amselnest wurde geplündert
(Foto vom 04.07.2025)

Im Laufe der Zeit wurden die Besuche seltener, bis sie irgendwann ganz ausblieben. Wir entschlossen uns nachzusehen: Das Nest war leer. Ein Räuber hatte sich die Jungvögel geschnappt.

Wo wir gerade beim Thema sind…
„Es wird mal wieder Zeit den Bachlauf zu reinigen“, dachten wir uns. Wir wollten uns gerade runterbücken und sehen dann das:

Riesige (satte?) Ringelnatter am Bachlauf (Foto vom 07.07.2025)
Riesige (satte?) Ringelnatter am Bachlauf
(Foto vom 07.07.2025)

Eine ausgewachsene, ungefähr einen Meter lange Ringelnatter, die sich am Bachlauf sonnt. So fett und träge wie sie war, musste sie vor nicht allzu langer Zeit einen Brontosaurier verschlungen haben. Wir haben die Reinigungsarbeiten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und schlängeln uns nun zum nächsten Thema.

Bisher hatten wir Blindschleichen immer nur in den Kompostern: Dort ist es schön warm und wenn man doch mal etwas Sonne tanken möchte, „geht“ man einfach ein paar Etagen nach unten vor die „Tür“.

Doch in diesem Jahr war alles anders. Wir haben eine Blindschleiche dort entdeckt, wo sich sonst normalerweise immer nur die Weinbergschnecken aufhalten: Am „Hangbeet“ zum Friedhof. Durch die Ausrichtung des Beets kann man sich vor allem in den späten Nachmittagstunden dort hervorragend sonnen.

Blindschleiche am Hang (Aufgenommen am 15.07.2025)
Blindschleiche am Hang
(Aufgenommen am 15.07.2025)

Wer kennt es nicht: Man möchte nach einem arbeitsreichen Tag einfach den Abend genießen und in Ruhe seine Serie (auf der Terrasse) schauen. Gedacht, getan. Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich noch andere dafür interessieren.

"Bock auf nen Kinoabend?" - Weberknecht auf einem Notebook (Foto vom 15.07.2025)
„Bock auf nen Kinoabend?“ – Weberknecht auf einem Notebook
(Foto vom 15.07.2025)

Natürlich versucht man aus einer Gartensaison das Bestmögliche herauszuholen. Doch wenn man irgendwann morgens die Bungalow-Tür öffnet und die Hecke ihr schönstes Hochzeitshäubchen aufgesetzt hat, ist der Herbst meist nicht mehr weit.

Hecke mit Häubchen (Spinnennetze) (Foto vom 30.08.2025)
Hecke mit Häubchen (Spinnennetze)
(Foto vom 30.08.2025)

Genau diesen Anblick wollte sich dieser kleine grüne Freund ersparen und hat sich unter unserer Sitzecke auf der Terrasse einen passenden Platz gesucht.

Etwas fehl am Platz: Ein Teichfrosch auf der Terrasse unter der Sitzecke (Aufnahme vom 30.08.2025)
Etwas fehl am Platz: Ein Teichfrosch auf der Terrasse unter der Sitzecke
(Aufnahme vom 30.08.2025)

Wo viel Freud ist, ist auch viel Leid und auch in diesem Jahr hatten wir einige Todesfälle (von denen wir mitbekommen haben) zu beklagen.

Die Todesursache des Fischchens können wir nur vermuten: Möglicherweise war die Reinigung des Gartenteichs zu stressig, weswegen der kleine Freund daran zu Grunde gegangen ist.

Todesfall 1: Ein toter Fisch im Gartenteich (Foto vom 20.05.2025)
Todesfall 1: Ein toter Fisch im Gartenteich
(Foto vom 20.05.2025)

Allerdings hatten wir schon mehrere altersbedingte Sterbefälle bei uns auf dem Grundstück. In diesem Jahr hat sich „Herr Amsel“ unser Paradies als letzte Ruhestätte ausgesucht.

Todesfall 2: Amselmännchen unter einer Rispenhortensie (Foto vom 15.08.2025)
Todesfall2 : Amselmännchen unter einer Rispenhortensie
(Foto vom 15.08.2025)

Es war ein tierisches Jahr 2025 und wir sind gespannt, was uns in den kommenden Jahren so alles erwartet.

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